Exkursion in die Gedenkstätte Mauthausen

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Am 9. Jänner 2018 besuchten die 2BHW und die 3AFW mit ihren Begleitlehrerinnen Mag. Agnes Silbernagl und Mag. Katharina Holzmann die Gedenkstätte Mauthausen:

Nach einer relativ langen Fahrt empfingen uns nicht nur die Guides der Gedenkstätte, sondern auch Lisa Gadenstätter vom ORF. Freiwillige SchülerInnen nahmen an einer Führung teil, die vom Filmteam der Dokumentationsreihe DOK.eins begleitet wurde.

 

 

GedenkstätteMauth GruppenbildDabei nahmen die Jugendlichen die Gedanken, die sie an den verschiedenen Orten des ehemaligen KZ hatten, auf. Wer möchte, kann sie am 21. März 2018 auf ORF1 begleiten. 

Alle SchülerInnen hatten allerdings denselben Weg vor sich: Auf dem Gelände vor dem Gebäude stellten die Guides der vier Kleingruppen vor allem die Frage, wie es zu diesen Vernichtungslagern kommen konnte und welche Perspektive die SS-Männer, aber auch die Bevölkerung des Mühlviertler Ortes Mauthausen, auf das Konzentrationslager hatten. Im Inneren des Lagers versuchten wir den Prozess der systematischen Entmenschlichung der KZ-Häftlinge nachzuvollziehen. Anhand von Zeichnungen und Erzählungen von Überlebenden brachten uns die Guides das Leben im Lager näher.

Im Raum der Erinnerungen und in der ehemaligen Gaskammer wird das Ausmaß der Vernichtungsmaschinerie deutlich. Ein Steg führt entlang von Erinnerungstafeln, die Angehörige anbrachten, an den Krematoriumsöfen vorbei in einen Raum, in dem alle Namen derjenigen aufgelistet stehen, die nachweislich im KZ Mauthausen ermordet wurden. Am Ende sahen wir uns noch die Gaskammer an, die uns alle sehr berührte.

Während und auch nach der Führung nahmen sich die Guides Zeit, Fragen zu beantworten.

Nach einem langen, interessanten und anstrengenden Tag brachte uns der Busfahrer wieder sicher nach Kufstein.

In der Nachbereitung des Besuches der Gedenkstätte sammelten wir unsere Eindrücke. Insbesondere jene Dinge, die wir für uns selbst von dieser Exkursion mitgenommen haben, möchten wir hier teilen:

“Es hat mich beschäftigt, dass jedem dort die Identität und die Würde geraubt wurden.

….dass so viele Menschen Bescheid wussten, aber nichts unternommen haben.

Mich hat es sehr beschäftigt, als ich im Keller den Leichenofen und die Gaskammer gesehen habe. Auch der Waschraum macht mich nachdenklich, da ich es mir nicht vorstellen möchte, wie es gewesen sein muss.

Ich nehme mit, dass es ein absolutes No-Go ist, Menschen in Sparten einzuteilen und Menschen aufgrund irgendeines „Mangels“ töten zu lassen.

Man sollte einen Menschen nicht aufgrund seiner Herkunft, Persönlichkeit, Überzeugungen …. zu etwas zwingen, ihn ausbeuten oder schlimmstenfalls töten.

Ich nehme mit, dass in Zukunft so etwas nicht nochmal passieren soll.

Ich möchte gerne noch offener und toleranter gegenüber anderen sein (Sexualität, Herkunft, Hautfarbe).

Jeder Mensch, egal welcher Herkunft, Religion usw. Hat das Recht auf Freiheit und gut behandelt zu werden und nicht wie ein Tier.”

 

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