Bienvenidos a Kufstein – Austria es diferente

spanien kl

Vom 10. bis 17. März 2016 waren unsere spanischen Austauschschüler/innen der Partnerschule I.E.S. Lázaro Cárdenas (Villalba/Madrid) mit ihren zwei Begleitlehrpersonen María Jesús und Soledad zu Gast an der HLW Kufstein und in den jeweiligen Gastfamilien von Westendorf über Brixlegg, Mariastein nach Kufstein bis zur Unteren Schranne in Erl. Sogar im benachbarten Kiefersfelden war eine spanische Austauschschülerin untergebracht. Nicht nur die verschiedenen Aufenthaltsorte boten den spanischen Gästen einen Einblick in die vielgestaltigen Lebens- und Landschaftsformen, auch das bunte Programm wurde immer wieder zu einem Anstoß für spontane, lebendige Diskussionen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen spanischer und österreichisch-tirolerischer Lebens- und Denkweise. Wenn ich die Kommentare der Spanier/innen Revue passieren lasse, könnten es vier Bereiche sein, welche einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben:

Schüleraustausch Spanien

Schüleraustausch Spanien

1. Schulkultur: Vom „Ausziehen“ eines selbst hergestellten Strudelteiges in KSK bis hin zum erlebten Sprachen-, Turn-, UDM-, Musikunterricht und Visual Arts erlebten die spanischen Austauschschüler/innen an der HLW und an der International School einen Unterricht, in dem Schüler/innen nicht (nur) frontal, sondern wesentlich und stetig miteinbezogen beschult werden. Die Schulausbildung, die österreichischen Schüler/innen zukommt, wurde einerseits wegen der vielen zu absolvierenden Stunden als sehr anstrengend, andererseits wegen des breiten Fächerangebots als sehr umfassend bewertet.

2. Leben in einer österreichischen Familie: man zieht sich die Straßenschuhe aus, wenn man eingeladen wird (auch in der Schule), man isst früher, man frühstückt mehr, man hat andere Freizeitschwerpunkte, man spricht ein „seltsames“ Deutsch, man „ist“ und „tut“ ein wenig anders … Die spanischen Schüler/innen mochten und schätzten es.

3. Stadtpolitik: Die von einer einheimischen Schülerin vorbereitete Festungs- und Stadterkundung, die erfahrene Willkommenskultur im Rathaus, die sehr pointierten Ausführungen des Bürgermeisters von Kufstein zu seinen Vorhaben der gerade begonnenen Legislaturperiode und zur Flüchtlingspolitik – in fließendem Englisch – und die interessanten Erklärungen zum relativ neu renovierten Amtsgebäude, hinterließen einen ziemlich tiefen Eindruck

Schüleraustausch

Zu Gast bei Bürgermeister Krumschnabel

4. Riedel: Der schweißtreibende Besuch der Glasmanufaktur wurde uns allen zu einer unvergesslichen „Sinnfonie“.

Schüleraustausch Spanien

Fazit: Spanien ist anders, Österreich/Tirol ist anders. Man/frau wunderte sich, staunte, kritisierte, provozierte, fragte nach, tauschte sich aus, hörte überrascht zu. Die durch den Schüleraustausch ermöglichten Begegnungsräume haben in jedem Fall zu einem Blick über den eigenen Tellerrand und zu einer Erweiterung eines interkulturellen Verständnisses von zwei letztlich doch recht verschiedenen „Völkchen“ beigetragen.

Schüleraustausch Spanien

iAdios!

 

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