WORKSHOP “Politischer Extremismus”

Vortrag

Die 4C kam in den Genuss eines hochinteressanten Präventions-Workshops “Politischer Extremismus – interreligiöses Zusammenleben-Menschenrechte” im Rahmen der Initiative „Bildung für De-Radikalisierung. Der Referent wurde finanziert von polis, der pädagogischen Serviceeinrichtung zur Politischen Bildung in der Schule, im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Frauen.

 

(Frau Mag. Unterberger, Dr. Schmidinger)

(Frau Mag. Unterberger, Herr Dr. Schmidinger)

(Frau Mag. Salvenmoser, Dr. Schmidinger)

(Herr Mag. Salvenmoser, Herr Dr. Schmidinger)

Die 4C kam in den Genuss eines hochinteressanten Präventions-Workshops im Rahmen der Initiative „Bildung für De-Radikalisierung. Der Referent wurde finanziert von polis, der pädagogischen Serviceeinrichtung zur Politischen Bildung in der Schule, im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Frauen.

Mit Dr. Schmidinger kam ein ausgewiesener Experte in Sachen politischer Extremismus an die HLW. Er führte uns mit profunder Kenntnis durch die äußerst komplexe Welt der Konfliktherde des Nahen Ostens. Ausgehend von einem Propagandavideo, über eine Erklärung der Wesensmerkmale von „Religion“ gegenüber „Ideologie“, erläuterte uns Dr. Schmidinger die ethnischen und religiösen Gruppierungen und Ursprungskonflikte oben genannter Region bis hin zu aktuellsten Fragen nach den Ursachen extremistischer Biographien, und den Terrorakten in Paris. Besonders beeindruckend empfanden wir seine Schilderungen einer vor kurzem unternommenen Reise nach Homs in Syrien und seine Kontakte mit österreichischen jugendlichen Jihadisten, welche nach Syrien aufbrachen, um für den IS zu kämpfen. Der Hinweis auf schwere Entfremdungserfahrungen in unserer Gesellschaft und das gleichzeitige Umworbenwerben in dieser Phase und somit die Erfahrung einer Art von Geborgenheit in jihadistischen Gruppen, machten uns die Beweggründe für die ca. 270 radikalisierten österreichischen jungen Menschen, die sich dem IS aktiv anschließen (möchten), ein wenig verständlicher.

Die Schülerinnen und Lehrpersonen waren sehr beeindruckt: „Der Workshop hat meine/unsere Sichtweisen geändert. Dr. Schmidinger hat uns für die Feinheiten in diesen Fragen sensibilisiert. Außerdem hat er uns in unseren Gruppengesprächen unterstützt und unsere Meinungen ohne Einwände angehört. Er ist ein faszinierender Mensch.“

Thomas Schmidinger, geboren 1974, Politikwissenschafter, Sozial- und Kulturanthropologe, Lektor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und an der Fachhochschule Vorarlberg, Vorstandsmitglied der im Nahen Osten tätigen Hilfsorganisation LEEZA, der Gesellschaft für kritische Antisemitismusforschung und Beirat des Österreichisch-Irakischen Freundschaftsvereins Iraquna.Mitbegründer und Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie / Europäisches Zentrum für kurdische Studien, Redaktionsmitglied der gemeinsam mit der Berliner Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie / Europäisches Zentrum für kurdische Studien herausgegebenen Fachzeitschrift ‘Kurdische Studien’ und im Editorial Review Board des internationalen peer-reviewed journal Kurdish Studies . Mitglied in der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft und der Sudan Studies Association. (Quelle: https://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/bio.php. 7.12.15).

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